Museum

Die Gebäude der früheren Ilullistischen Schule wurden wieder aufgebaut. Im Jahre 1510 wurde hier eine Grammatikschule errichtet. Der Unterricht und der Verbleib kostete damals 50 Pfund Schulgeld jährlich; abhängig war die Schule nicht nur von einem Rektor, sondern auch von den Ratspersonen der Ilullistischen Schule, die sich in der Stadt Palma befand. Die Vergrößerung der Schule veranlaßte die Richter des Königreichs Mallorca dazu, der Jugend das Erlernen von Sprachen zu erleichtern und zu fördern. Hierzu vermehrte man die Anzahl der Fächer und vergrößerte die Räume. So entstand ein Allgemeinstudium, das Grammatik, Rethorik und Griechisch lehrte. All dies wurde in der Sitzung vom 4. Mai 1553 beschlossen.

In der selben Zeit wurden die Grundmauern der Aula errichtet, die dank der soliden Bauweise heute ein Denkmal ist. Im Jahre 1566 wohnten in der Schule rund 100 Schüler, 22 Jahre später waren es bereits zwischen 150 und 160.

Ganz am Ende des Schulkatheders befand sich ein Altar, der Santa Catalina, Jungfrau und Märtyrerin, gewidmet war. Sie wurde als Beschützerin der Schüler angesehen.

Im 19. Jahrhundert geht der von den politischen Leitern bis dahin noch geduldeter Verfall der Schule zu Ende. Am 25. Januar 1826 verabschiedete sich der letzte Lehrer der Schule, Juan Pablo Abrines. Seine Abdankung wurde akzeptiert, die Schule damit geschlossen.

Heute werden in der Grammatik-Aula Gegenstände aus der damaligen Zeit aufbewahrt, wie z.B. religiöse Bücher, die damals zum Gottesdienst benutzt wurden. Auch Bücher, Drucke und Manuskripte, die den Liullismus behandeln und solche mit anderen Themen sind hier zu finden, sie besitzen zum größten Teil einen erheblichen antiken Wert. Weiterhin ist eine Gemäldekollektion an den Wänden zu bewundern, hauptsächlich religiöser Art. In einem Regal sind verschiedene Darstellungen von Ramon Llull und eine kleine Sammlung typisch mallorquinischer Tongefäße zu sehen.

Neben der Aula gibt es zwei weitere kleine Räume, davon einer mit Plänen und Teilbebauungsplänen, der andere mit sonstigen Gegenständen aus dem Klosterleben. Vor allem fällt die Randa-Likörflaschensammlung auf. Dieser Likör wurde lange Zeit im Kloster hergestellt. Dort im Saal befindet sich auch eine wertvolle Kopie einer Karte von Mallorca.